Konzert

Oktober Köln: MIKE STERN BAND

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Und erneut hat das Pascha Köln in Sachen Jazz zugeschlagen. Kurz nach dem Grant Stewart Quintett (am 24.9.) ist bald schon die Mike Stern Band zu Gast im Nachtclub.

Mike Stern Band

Mike Stern (Gitarre)

Bob Franceshini (Saxophon)

Chris Minh Doky (Bass)

Keith Carlock (Schlagzeug)

Termin: Montag der 20.10.2014

Beginn des Konzerts ist um 20:00 Uhr, Einlaß ab 19:00 Uhr. Im Eintrittspreis sind alle Getränke inklusive (Longdrinks, Wein, Bier, Softdrinks…). Tickets sind über die Pascha Webpage www.pascha.de/jazz, bzw. Kölnticket ab dem 5. September unter www.koelnticket.de erhältlich, sowie an der Abendkasse des Pascha Nightclubs (Hornstr. 2, 50823 Köln), täglich geöffnet von 21-05 Uhr.

MS-Band

Mike Stern – guitar
Bildschirmfoto 2014-10-08 um 20.51.32Bereits im Alter von 12 Jahren startete Mike Stern seine Laufbahn als Gitarrist. Er studierte am renommierten Berklee College of Music in Boston, dort entdeckte er seine Liebe zum Jazz. Stern wurde auf Empfehlung von Pat Metheny, bei dem er in Berklee studiert hatte, Mitglied der Jazz-Rock-Formation Blood, Sweat & Tears, mit denen er zwei Alben veröffentlichte. Er spielte eine Zeitlang in der Gruppe des einflussreichen Drummers Billy Cobham. Als Teil der Band um den Jazz-Trompeter Miles Davis ist er auf dessen Live-Album We Want Miles zu hören.

Weitere wichtige Musiker mit denen Mike Stern in den 1980er- und 1990er-Jahren zusammen spielte waren: Jaco Pastorius mit seiner Band Word Of Mouth, David Sanborn, John Scofield, Bill Frisell, Dave Weckl, Jack DeJohnette, Dennis Chambers, die Fusioncombo Steps Ahead von Mike Mainieri und Michael Brecker und 1992 die Brecker Brothers.

Seit dem Debüt Neesh von 1983 hat Mike Stern weitere Alben veröffentlicht, die zunächst von Jim Beard produziert wurden. Die weiteren Alben haben nach Ansicht von Jazzkritikern wie Ulf Drechsel und Richard Cook meist nicht das hohe Niveau seiner Live-Auftritte und seiner Mitwirkungen an Projekten anderer Musiker erreichen können.[2] Seine jüngsten Alben Who Let The Cats Out? (2006) und Big Neighborhood (2009) wurden beide jeweils für einen Grammy in der Kategorie Best Contemporary Jazz Album nominiert.

Durch seinen Background im Rock- und Bluesbereich sind in Sterns Stil deutliche Bezüge auf B.B. King, Albert King, Jimi Hendrix und Eric Clapton hörbar. Ihre Licks zitiert er häufig, und er benutzt oft Rockskalen wie etwa die Mollpentatonik mit Blue Note. Seine extreme Bending- und Vibratotechnik ist außerdem Merkmal der Rockmusik. Weiterhin spielt Stern nicht nur auf alte Rock- und Jazzlegenden an, sondern zitiert auch Melodien klassischer Komponisten wie zum Beispiel Johann Sebastian Bach. Zu hören ist dies etwa im Stück Play auf seiner DVD Live New Morning, The Paris Concert, wo er das Thema des Stückes Suite No. 2 für wenige Sekunden anspielt. Als Beschreibung für seinen Klang auf der Gitarre gibt er selbst eine Art Horn als Beispiel. Zu bestreiten ist allerdings nicht, dass seine Höhen-gedämpften, fliegenden Chorustöne denen von Pat Metheny auf eine gewisse Weise ähneln, was möglicherweise darauf zurückzuführen ist, dass ihn der Unterricht beim jüngeren Metheny zu seinen Studentenzeiten auch stilistisch beeinflusst hat.

Im Jazzbereich ist er von zahlreichen Vorbildern beeinflusst, Charlie Christian sei hier als vielleicht herausragendstes Beispiel genannt, da Stern dessen von Skalen unabhängigen, Targeting-Stil weiter ausgebaut hat. Dabei werden die Akkordtöne des harmonischen Überbaus chromatisch angelaufen. Mike Stern spielte lange Jahre eine Fender Telecaster mit schwerem Eschekorpus und einem Humbucker-Tonabnehmer in der Halsposition. Diese Gitarre, welche vorher im Besitz von Danny Gatton und Roy Buchanan war, wurde ihm jedoch bei einem bewaffneten Überfall in Boston gestohlen. Seit einigen Jahren baut ihm der Hersteller Yamaha Yamaha Pacifica MS1511.

Bob Franceschini – sax
Bildschirmfoto 2014-10-08 um 20.55.00Bob Franceschini (* 15. Dezember 1961 in New York City) ist Multiinstrumentalist, sein Hauptinstrument ist aber das Tenorsaxophon. Er spielt aber alle Arten von Saxophonen, Flöten unterschiedlicher Art, Klarinette und Keyboard. Franceschini spielte schon in früher Jugend Klavier und Saxophon und war auch schon als Jugendlicher in Bands aktiv. Gleich nach der High School spielte er zwei Jahre im Club Breezin Lounge von George Benson in Harlem, in der Hausband mit Marcus Miller, Omar Hakim und Gitarrist Bobby Broom. Die Hausband bildete auch den Kern der Tour- und Aufnahmeband des Funk-Jazzers Tom Browne. Er spielte mit Eddie Palmieri und tourte mit der Band von Mike Lawrence.

Er spielte auch mit Michael Brecker, Bob Berg und Lenny Pickett und nahm Unterricht bei Steve Grossman, Eddie Daniels und Joe Henderson. Er tourte 1982 zwei Jahre weltweit mit Chaka Khan. 1986 bis 1991 tourte er mit Willie Colón, mit dem er auch viel aufnahm (Franceschini war hier auch Co-Produzent von Alben und Arrangeur). Er wurde musikalischer Direktor von dessen Band und war auch ab 1994 in dessen Salsa-Band Seis de -Solar (ursprünglich die Backup-Band von Ruben Blades). Mit ihr nahm er Alternate Routes auf und tourte weltweit. Sie wurden auch von Paul Simon in dessen Broadway Show Capeman engagiert (Album Songs from the Capeman). Außerdem arrangierte er für andere Latin Jazz Musiker wie Mario Bauza ́s Band.

Ab Ende der 1990er-Jahre war er im Quartett von Mike Stern. Er spielte auf den Grammy-nominierten Alben Voices (Atlantic Records 2001), These Times und Who Let The Cats Out sowie Big Neighborhood von Mike Stern und vielen anderen seiner Alben und tourt mit ihm regelmäßig (wie auch Dave Weckl, Tom Kennedy, Victor Wooten). Aufgrund seines Hintergrunds im Latin Jazz gründete er in den 2000er Jahren mit Wynton Marsalis und Arturo O’Farrill das Afro-Latin Jazz Orchestra im Jazz at Lincoln Center. Für das Orchester schrieb er The Soul and Culture Suite (An Afro Latino Ballet), das 2005 Premiere hatte und auch als CD Franceschini nahm häufig als Sideman auf. Neben den bereits erwähnten Musikern nahm er unter anderem mit Celine Dion, Tito Puente, Lionel Richie, Ricky Martin, Victor Wooten, der Bigband von Chico O’Farrill, Ralph Irizarry ́s Band Timbalaye (für den er auch komponierte und arrangierte), Bebo Valdez und Anthony Cox (A factor of faces 1992 mit Ralph Peterson, Michel Caine). Er spielte auch im Background von Sex and the City des Komponisten Doug Cuomo. Im Fernsehen und bei verschiedenen Konzerten spielte er Flöte mit Jennifer Lopez.

Chris Minh Doky – electric & acoustic bass
Bildschirmfoto 2014-10-08 um 20.57.33Chris Minh Doky (* 7. Februar 1969 in Kopenhagen) ist ein dänischer Jazz-Bassist. Der Sohn einer dänischen Pop-Sängerin und eines vietnamesischen Arztes und Gitarristen und Bruder des Jazzpianisten Niels Lan Doky erhielt bereits im Alter von sechs Jahren Klavierunterricht. Er besuchte das königlich-dänische Konservatorium, wo er mehrere Preise erhielt. Im Alter von fünfzehn Jahren wechselte er zum elektrischen Bass.

1989 ging Doky nach New York, wo er zunächst mit jungen Musikern wie Kevin Heyes, Ben Perowsky, Joey Calderazzo, Curtis Stigers und Larry Goldings auftrat und dann Bassist von Mike Stern wurde. Daneben arbeitete er auch mit Ryūichi Sakamoto, Trilok Gurtu, Randy Brecker, David Sylvian, David Sanborn, Bill Evans und Kirk Whalum.

Nachdem er bereits 1989 einen Vertrag beim Label Storyville Records hatte, wo er drei Alben herausbrachte, ist er seit 1995 bei Blue Note Records unter Vertrag.

Keith Carlock – drums
Bildschirmfoto 2014-10-08 um 21.01.03Keith Carlock ist ein professioneller Schlagzeuger, derzeit mit Wohnsitz in New York City, NY und Nashville, TN. Er machte bereits Aufnahmen bzw. tourte mit musikalischen Größen wie John Mayer, Sting, Steely Dan, James Taylor, Donald Fagen, Walter Becker, Diana Ross, Faith Hill, The Blues Brothers Band, Mike Stern, Leni Stern, David Johansen and the Harry Smiths, Richard Bona, Chris Botti, Wayne Krantz, Rudder, Harry Belafonte, Oz Noy, Larry Carlton, Clay Aiken, Rascal Flatts, Paula Abdul und Grover Washington Jr., um nur einige zu nennen.

Keith wurde vor kurzem als „Nummer 1 Pop Drummer“, „Nummer 1 Fusion Drummer“, und „Nummer 1 Best All-Around Drummer“ gewählt. (Modern Drummer‘s 2009 Leserumfrage)!

Sting über Keith Carlock: „Keith arbeitete mit mir an der „Sacred Love Tour“. Es galt, einen großen Stuhl in meiner Band zu füllen, einige der größten Schlagzeuger der Welt saßen bereits dort: Stewart Copeland, Omar Hakim, Manu Katché, Vinnie Colaiuta. Keith nahm seinen Platz ein, als ob er für den Job geboren sei. Ein tadelloser, kreativer Musiker, leistungsfähig sowie einfühlsam, geduldig und verständnisvoll, trotz meiner oft unartikulierten und Wer durch meine Band gelaufen ist, gehört zur Familie, Bruder Keith ist keine Ausnahme.“